Afrika 2001

Zu viert bis nach Maputo und noch weiter mit Dagmar, Olaf, Thomas und Mario

Die ganze Gechichte mit (einfachen) Bildern gib es hier

Wir fahren nach Mosambik
Und das geht so:

1. Visum beschaffen. (Wenn man eine Einladung hat soll es etwas schneller gehen) Die Reisepässe werden zusammen mit der Einladung zur mosambikanischen Botschaft nach Berlin geschickt. Nach ein paar Wochen erhält man sie mit einem wunderschönen ganzseitigem Aufkleber zurück.

2. Flug organisieren. In unserem Fall über die Flugbörse Plauen. Drei bis vier Monate im Voraus nach einem günstigen Flug zum gewünschten Zielflughafen oder Land erkundigen und immer wieder mal nachfragen ob es denn wirklich das günstigste Angebot ist. Wir erhielten ein Angebot für Februar 2001. Den vorgegebenen Termin muß man dann so akzeptieren (oder auch nicht), dafür ist es nahezu konkurenzlos billig und man kann im Gegensatz zu last minute bis zu 3 Monate im voraus buchen. In unserem Fall betrug der Flugpreis Mailand – Johannesburg -Mailand ca. DM 950,– inkl. Zubringerflug von Nürnberg.

3. Abholung vom Flughafen und Unterkunft für die erste Nacht organisieren. Das war meine Aufgabe! Über diverse Broschüren und Webseiten habe ich Kontakt zu verschiedenen Backpacker-Unterkünften aufgenommen. Wer das nicht kennt: wer ein oder mehrere Zimmer oder ein Nebengebäude frei hat schraubt sich ein Schild ´Backpacker` (Rucksacktourist) ans Haus. Dann bemüht man sich in einschlägige Broschüren und Websites aufgenommen zu werden und irgendwann kommen auch Gäste. Das Niveau ist in etwa mit Jugendherbergen vergleichbar. In SA haben wir pro Nacht und Person 45 Rand/15 DM bezahlt.

Am Ende habe ich zwei Adressen in die engere Auswahl gezogen und mich schließlich mit Bob von Bobs-Bunk-House geeinigt. Nach mehreren Mails haben wir vereinbart, dass er uns vom Flughafen in Johannesburg abholt.

Nach 9 Stunden in der Holzklasse von Al-Italia kommen wir in Jo-burg an. Alle Gepäckstücke auf dem Band wiedergefunden und dann durch die Paß- und Zollkontrolle. Wir kommen in die Ankunftshalle wo ca. 20 Menschen im Halbkreis stehen und auf ihre Gäste warten. Und tatsächlich, Einer hält ein Pappschild mit der Aufschrift
MR. MARIO ZSCHAGE. Das ist Bob (ein älterer Weißer). Ich hin – “Hello that´s me, and this are Dagmar, Thomas and Olaf”. Damit begann mein mehrwöchiger Intensivkurs für angewandtes Englisch. Thema: Mit dem Wortschatz von 4 Jahren DDR-Schulenglisch alle möglichen und unmöglichen Problem des Südafrikatouristen zu klären. Beim Geldumtausch auf dem Flughafen die erste Warnung von Bob: “Put your money away, this is Africa, not Europe.” Kurz darauf vertreibt er mit Geschimpfe einen jungen Mann, der uns – unverkennbare Rucksacktouristen – offenbar versucht in seine Unterkunft zu lotsen. Auf dem Weg zu Bob können wir uns ein Schmunzeln nicht verkneifen. Sein Auto hat das Steuer auf der “falschen Seite” und alle fahren auf der “falschen Seite”. Der Abend endet mit Dosenbier und Gequatsche. Bobs Haustiere sind zwei mopsähnliche Hunde, die kleinen Schweinchen nicht ganz unähnlich sehen und nachts auch gelegentlich grunzen.

Am nächsten Tag fährt uns Bob zu Hertz Jo-burg um den bereits in Deutschland reservierten Mietwagen zu übernehmen. Es ist ein blauer Toyota Corolla der speziell für und in Südafrika gebaut wurde. Praktisch nagelneu (300 km) aber in einer speziellen Afrikaversion. No Airbag, no Kat, no Servo, no Klima. Aber mit Alarmanlge und Schalthebelschloß. Zum Erstaunen des Personals der Mietstation verstauen wir alle 5 Koffer (hat Bob im Anhänger mitgebracht) und 4 Personen in der kleinen Limousine. Dann geht es los – auf der “falschen Seite” .Im Zweifelsfall immer schön links halten. Zum Glück ist da auch noch ein Beifahrer, der hin und wieder sagen muß “falsche Seite”. Insbesondere nach dem Überqueren von mehrspurigen Kreuzungen kann dies lebensrettend sein. Im Prinzip weiß man ja wie geschalten wird aber wenn man dazu die linke Hand nimmt, muß man jede Bewegung vorher gedanklich durchgehen. Wenn gelegentlich der Scheibenwischer angeht obwohl es gar keinen Grund dazu gibt, wollte der Fahrer blinken, doch auch die Anordnung der Blink- und Wischerhebel ist gewöhnungsbedürftig. Wir sind aber immer heil dort angekommen wo wir hinwollten. Manchmal halten wir unterwegs einfach an, um uns Afrika anzusehen. Ganz zu Anfang kommen wir an einer Opuntienhecke mit Früchten so groß wie Pflaumen vobei. Wissend, daß sie einen süßen Inhalt haben, pflücke ich mir ein paar und habe auch schon die Finger voller unangenehmer kleiner Kakteenstacheln.

Die erste Unterkunft ist ein Backpacker in den Bergen an der Genze zu Lesotho. Die Anlage ist im Western-Stil gehalten und es gibt Reitmöglichkeiten, was Dagmar und Olaf auch nutzen, während Thomas und ich zu Fuß einen Canyon erkunden.

auf Klettertour mit Thomas ich mit einem Wolfsmilchgewächs das gleiche als Nahaufnahme

Zum Anwesen gehören auch drei goße Hunde die vielleicht aus Rottweiler und Bernhardiner entstanden sind. Möglicherweise stellen sie auch eine eigene Rasse dar, aber soweit reichen meine Kenntnisse nicht. Jedenfalls bleiben sie ständig sabbernd an unserer Seite und bewältigen auch die Canyontour mit teilweise recht abenteuerlichen Kletterpartien. Am Abend liegen sie in unserem Schlafraum, einem stallartigen Gebäude, das aber nicht mit Streu sondern mit Doppelstockbetten bestückt ist. Am nächsten Tag geht es weiter Richtung Süden/Durban. Immer an der Grenze zu Lesotho entlang geht es durch die Berge. An einer Raststätte halten wir, um uns im Lebensmittelladen umzusehen. In der Glastheke liegen Backwaren die wir eingehend betrachten. Ein Produkt ist mit einer weißen Schicht überzogen worauf wir uns laut die Frage stellen “Was is`n das für Zeug?” Sofort erhalten wir von der anderen Seite der Theke die Antwort “Das Zeug ist Zucker.” Ein mir bis dahin unbekanntes Lebensmittel ist Biltong. In Streifen geschnittenes Trockenfleisch, das so verpackt ist und auch so häufig angeboten wird wie in Deutschland Gummibärchen. Wir übernachten im Inkosana Backpacker, diesmal im Zelt – weil es billiger ist. Diese Unterkunft hat Thomas im vorigen Jahr durch Zufall gefunden, als er mit Uwe unterwegs war. Eine gepflegte Anlage mitten in der Natur in der immer noch bergigen Gegend. Am Abend grillen wir im Garten. In den meisten BPs gibt es Infotafeln, die mit Flyern gefüllt sind. Hier machen andere BPs und alle möglichen Veranstalter (Safari, Bergsteigen, Tauchen etc.) Werbung. Man braucht eigentlich nur einen Anlaufpunkt. Alles weitere ergibt sich je nach Interesse und Geldbeutel von alleine. Und im nächsten Objekt gibt es natürlich wieder eine Infotafel …

Inkosana BP (Diese Bild ist nicht auf meinem Mist gewachsen)

Am anderen Tag erreichen wir in Tongaat das Meer. Unser Backpackers guide kennt hier eine Unterkunft namens “Beach Bum Backpackers”, die wir ohne Probleme finden. Die Dame an der Anmeldung frage ich einer Eingebung folgend einfach “Sprechen Sie deutsch?” und erhalte prompt Antwort in österreichischen Dialekt. Das Objekt ist ein zweistöckiges Gebäude mit Garten und dem Ozean hinter dem Garten. Natürlich muß “angebadet” werden. Die Brandung ist aber recht heftig und unter der Wasseroberfläche befinden sich scharfkantige Riffe. Aus Sicherheitsgründen wird es deshalb nur ein kurzes Bad. Am Abend gehen wir in Tongaat in ein Fischrestaurant Essen. Der nächste Tag führt uns die Küste aufwärts. Wir besuchen eine Krokodilfarm und lassen uns den Unterschied zwischen Nilkrokodil und amerikanischen Alligator erklären. Auf der Straße, die zur Farm führt sehen wir zum ersten mal Affen in freier Wildbahn. Es sind Paviane, die aber eine Fluchtdistanz von 100 m haben. Wir fahren weiter die Küste entlang Richtung Nordosten. Hier ist auf der Karte ein Wildreservat eingezeichnet das wir besuchen wollen. Als wir zu einem der Eingänge kommen ist es für eine Rundfahrt bereits zu spät, da es schon Nachmittag ist und wir nicht vorhaben im Park zu übernachten, was aber in einer der Stationen durchaus möglich ist. So fahren wir ein Stück zurück und gelangen zum “Isinkwe Backpacker” – ein aus mehreren Holzhäuschen bestehendes Camp, idyllisch im Busch gelegen.

isinkwe bp Pavian wühlt in Nashornexkrementen

Bei unserer Abreise am nächsten Morgen geht es etwas hektisch zu und ich kann meine am Vorabend abgelegte Uhr nicht mehr wiederfinden, was aber einer der wenigen Verluste dieser Reise bleibt. Wir fahren wieder zum Hluhluwe-Umfolozi-Wildreservat. Der Park hat eine Ausdehnung von bis zu 50 km und ist von einem einfachen Straßennetz durchzogen. Man darf nur im Auto rein. Aussteigen ist nur auf speziell ausgewiesenen Rastplätzen und in einem der drei Camps gestattet. Gleich zu Beginn stehen Nashörner gleich an der Straße. In den Haufen, die sie auf der Straße hinterlassen haben suchen Paviane nach verwertbaren Resten. Bald zeigt sich ein Nachteil unseres Autos. Das Gras ist teilweise höher als unser Fahrzeug, so dass die Sicht an manchen Stellen stark eingeschränkt ist. Da haben es die Teilnehmer der organisierten Touren besser. Deren Fahrzeuge sind spezielle Pick-Ups mit erhöht angebrachten Sitzbänken auf der Ladefläche. Dennoch bekommen wir eine ganze Menge zu sehen. Am häufigsten alle möglichen Huftiere (Antilope, Gnus, Zebras). Auch einen der mehreren hundert Elefanten des Parks finden wir. Wir halten an, und bald darauf stehen auch zwei der erwähnten Pick-Ups neben uns. Der besseren Sicht wegen stellen wir uns auf die Schwellerkanten unseres Autos. Sofort werden wir von einem der nachfolgenden Fahrer mit den Worten “Stay in your car!” wieder in das Fahrzeug verwiesen. Später bekommen wir noch eine Giraffe und einen Leopard aus Nahdistanz zu sehen.

tolles Giraffenfoto Impala ??? überflutete Brücke

Wir fahren weiter Richtung Pongola. Die Landstraße ist stellenweise eine kilometerlange Baustelle und nur einspurig befahrbar. Zwei Arbeiter regeln den wechselseitigen Verkehr über Walkie-Talkie. Beim ca. 15-minütigen Schlangestehen werden die Fahrzeuge sofort von etlichen am Straßenrand wartenden Händlerinnen umringt. Im Angebot sind Früchte aller Art sowie Cola- und Fantadosen. Am frühen Abend kommen wir in Pongola an. Auf dem Campingplatz am Ortseingang frage ich wieder einmal nach einer Accomodation (Unterkunft). Wir werden uns aber mit dem Angestellten nicht recht einig und gehen wieder. Hier sind riesige Zuckerrohrfelder mit einer großen Zuckerfabrik mittendrin. Irgendwo da soll es einen Backpacker geben. Neben der Zuckerfabrik befindet sich eine Eigenheimsiedlung. Alles schön rechtwinklig, der Rasen akkurat gemäht und das Ganze eingezäunt. Von einem Backpacker ist aber nichts zu sehen. Am Rand der Siedlung liegt ein größeres Anwesen. Auf der Gartenmauer steht in großen Lettern “Casa Mia”. “Casa Mia”ist auch Bestandteil der e-mail-Adresse der von uns gesuchten Unterkunft. Eine Frau ist zu Hause und gibt uns zu verstehen, dass wir richtig sind. Die Schlafräume liegen aber in einem anderen Gebäude etwas außerhalb. Katie fährt deshalb in ihrem Wagen voraus. Mittlerweile ist es stockfinster und sie brettert in ihrem Benz mit 80 Sachen über die Lehmpiste inmitten der Zuckerrohrfelder. Wir kommen zu einem kleinen Gebäude, das wohl auch als Unterkunft für die Arbeiter dient. Zur Zeit ist aber keiner hier. Küche, Schlafraum, Duschen – alles da. Wir werden eingewiesen und da es nach Gewitter aussieht, bekommen wir auch den Hauptschalter für Strom und Wasser in einem der Nebengebäude gezeigt. Olaf will zunächst unbedingt in seinem Zelt übernachten, doch in Anbetracht des Wetters wird ihm das ausgeredet. Katie warnt uns auch davor irgend etwas im Freien liegen zu lassen. In der Nacht kämen die Boboons aus den Feldern und lassen alles mitgehen, was nicht niet- und nagelfest ist. Erst nach kurzer Erklärung verstehen wir was mit Boboons gemeint ist. Boboons = Monkeys = Affen. Sie empfiehlt uns für das Abendessen den Ntonga-Club in der Siedlung. Wir sollten uns auf Katie berufen und dann ginge schon alles klar. Der Eingang zum Club ist mit einem großen Gitter verschlossen, das aber eine kleine Tür hat, die offensteht. Im Club selbst kommen wir in eine sehr rustikal eingerichtete Bar. Es scheint hier auch noch verschiedene Sporteinrichtungen zu geben. Die Gäste des Clubs sind allesamt sehr weiß. Das Personal wiederum ist schwarz. Irgendwer fragt uns auch was wir hier zu suchen haben. Als wir jedoch Katie erwähnen ist alles in bester Ordnung. Wir trinken ein Bier und geben dann zu verstehen, dass wir zu Abend essen möchten. Zu diesem Zweck werden wir in den Speisaal geleitet. Olaf bestellt sich ein T-Bone Steak die in SA super sein sollen. Nach einiger Zeit kommt der Ober zurück und erklärt umständlich, dass die Steaks nicht absolut frisch sind und er sie uns keinesfalls empfehlen kann. Die Preise stehen in einem erfreulichen Gegensatz zum gediegenen Ambiente des Clubs und haben Aldi-Niveau.

Tanken im Königreich Swaziland Am Eukalyptuswald

Am nächsten Morgen fahren wir nach Norden und kommen nach Swaziland. Einige Kilometer vor Lomanasha gelangenn wir in eingezäuntes Gebiet. Wie in den Wildreservaten fährt man durch ein Tor und über einen ca. 5 m langes Gitterrost. Am Grenzübergang zu Mosambik trennen wir uns vorrübergehend von Olaf und Thomas, die mit dem Bus in das ca. 70 km entfernte Maputo vorausfahren wollen. Dagmar und ich fahren mit unseren Mietwagen weiter bis Komatipoort und von da auf der N4 nach Nelspruit. Als wir das oben erwähnte Tor erneut passieren, müssen wir anhalten und aussteigen. Ein Mann mit Schutzmaske und Rückentragespritze sprüht die Reifen unseres Autos mit Desinfektionsmittel ein. Auch die Schuhsohlen müssen in einer Wanne desinfiziert werden. Am Schluss wirft er noch einen Blick in den Kofferaum, wo meine alten Turnschuhe liegen. Diese werden ebenfalls zur Entkeimung beordert. Bei der ganzen Angelegenheit handelt es sich um eine Schutzmaßnahme gegen die Maul- und Klauenseuche. In Nelspruit quartieren wir uns im Funky-Monkey-BP ein. Das ist eine kleine Vorstadtvilla mit Garten und Pool. Ein paar Typen hängen gelangweilt vor dem Fernseher rum und ein Weißer mittleren Alters versucht am PC ein Modem in Gang zu bringen. Es gibt einen Billardraum mit Hausbar und Kasse des Vertrauens. Wer Durst hat, nimmt sich ein Getränk aus dem Kühlschrank und macht auf der bereitliegenden Liste hinter seinem Namen einen Strich. Am Schluss wird alles zusammen abgerechnet. Da wir vorhaben in dieser Stadt unser Mietauto zurückzugeben, machen wir uns auf die Suche nach einer Hertz-Station. Sie befindet ausserhalb am Regionalflughafen. Dort finden wir auch das Büro der Agentur. Es ist schon später Nachmittag und wir treffen niemand an. Ein dicker (schwarzer) Mann kommt mit seinem Benz und bietet uns seine Hilfe an. Wir machen ihm unser Problem klar und er ruft mit seinem Cell-Phone (Handy ist ein typisch deutsches Wort) bei Hertz an. Wir vereinbaren die Rückgabe für einen der nächsten Tage. Jetzt müssen wir uns um die Weiterreise nach Maputo kümmern. Den ersten Versuch machen wir am Bahnhof. Es gibt zwar eine Bahnlinie nach Maputo aber wir können nur Fahrkarten bis zum Grenzort Komatipoort lösen. Was danach kommt weiß der Verkäufer auch nicht. Das ist uns zu umgewiß und so fällt die Zugfahrt erstmal aus. Zweiter Versuch am Busplatz. Mit einem Sammeltaxi könnten wir auch recht günstig wegkommen. Aber es verhält sich ähnlich wie mit dem Zug. Am Ende gehen wir in das Büro einer größeren Reisebusgesellschaft und erwerben zwei Tickets für einen komfortablen Fernreisebus, der bis Maputo Zentrum durchfährt. Wir machen noch eine Ausfahrt nach Norden. Ursprünglich wollten wir bis zum Blyde River Canyon, kommen aber nur bis Graskop. Unterwegs schauen wir uns ein paar Wasserfälle an und gehen in Sabie etwas essen. Die Stadt liegt zwischen Bergen von 1000 – 2000 m. Der Ort ist von Holzindustrie geprägt und wirkt für uns Mitteleurpäer eher kanadisch-amerikanisch als afrikanisch. Über Hazyview und White River fahren wir zurück nach Nelspruit. Unterwegs kommen wir an Eukalyptuswäldern vorbei. Plötzlich stehen schwarz-gelbe Warndreicke mit der Aufschrift “road block” auf der Fahrbahn. Wenige Meter weiter sind wir in einer Polizeikontrolle. Der freundliche Beamte erklärt uns “what is a road block?”. Es wird kontrolliert, dass keiner ohne Führerschein oder mit Feuerwaffen herumfährt. Der Kofferaum enthält keinerlei Waffen und meinen Führerschein quittiert er sinngemäß mit “oh, von so weit her”. Auf den letzten Kilomtern wird es recht neblig und wir sind froh im Dunkeln endlich Nelspruit zu erreichen. In der Stadt gehen wir in ein Internetcafe um ein paar Mails in die Haimat zu senden. Am nächsten Morgen fahren wir zum Flughafen raus um den Mietwagen zurückzugeben. Auf unsere Bitte hin werden wir von der Angestellten wieder in die Stadt zurückgebracht. Mit unseren Fahrkarten finden wir uns pünktlich an der Bushaltestelle ein. Der von Johannesburg kommende Bus allerdings nicht. Alle möglichen Busse halten an und fahren wieder weg aber der unsrige ist nicht darunter. Neben uns wartet ein junger Mann mit einem Surfbrett, der ebenfalls in Sachen Rucksacktouristik unterwegs ist. Wir fangen auf englisch eine Unterhaltung an. Als wir jedoch an der Stelle “Where do you come from?” angelangt sind, reden wir deutsch weiter, da er aus Hoyerswerda kommt. Endlich kommt dann unser Bus und es geht Richtung Maputo.

Bei unserer Ankunft in Maputo regnet es in Strömen. Die Neuankömmlinge und darunter insbesondere orientierungslos wirkende Weiße wie wir werden sofort von Taxifahrern bedrängt. Man fragt uns, ob wir zu “Fatimas Backpacker” wollen. Wir lehnen konsequent alle Angebote ab und bestehen darauf unsere 3 Koffer selbst zu Antonio Macuacua zu tragen der nur ein paar Straßen weiter wohnt. Nach einer halben Stunde Herumirren im strömenden Regen finden wir endlich die gesuchte Hausnummer. Dort ist unsere Unterkunft bei Antonio Mc. Unsere Bekanntschaften in Mosambik stammen aus der 80er Jahren, als sie in der DDR gearbeitet haben. Als wir ankommen sind Olaf und Thomas im Vorort Matola. Sie haben auch mal einen Blick in Fatimas Backpacker geworfen, verspürten aber wenig Lust sich dort einzuquartieren. Sie versuchten Alexander Macasa, ebenfalls einen DDR-Mosambikaner, ausfindig zu machen. Aber er war trotz Handy nirgends zu finden. Am Abend kommt Antonio Muguande zu uns. Er ist Busfahrer in Maputo und will in den nächsten Tagen mit uns zu seiner Familie in das ca. 300 km entfernten Zavala/Quissico fahren. Aber im Moment wird erstmal alles Mögliche bequatscht. Als uns das Bier (2M) ausgeht, holt Olaf mit mir in der Bar an der Ecke Nachschub. Während sich der Umtausch der Pfandflaschen in die Länge zieht, spricht uns ein schwarzer Bargast auf deutsch an. Der feingekleidete, beleibte Herr erzählt, dass er auch in der DDR war und dort gute Freunde hat. Nämlich Dagmar und Thomas aus Plauen. “Ja, Ja” sagen wir, “die Beiden sitzen 3 Häuser weiter und warten auf Dich.” Es ist der von uns gesuchte Macasa. Natürlich werden wir mit großem Hallo begrüßt. Beim Betrachten von Fotos fordert Antonio Mg. von Macasa spontan auf sächsich: “Eh, Macasa, zeisch mal her!” Wir wohnen in der obersten Etage eines Sechsgeschossers, mit einem schmalen Treppenhaus, das sich um 2 Fahrstuhlschächte windet. Der eine Fahrstuhl ist scheinbar total im Eimer, der andere ist abgeschaltet. Im Hauseingang stehen junge Männer, die von einem kleinen Tisch Zigaretten verkaufen. Es stellt sich heraus, dass sie den Schlüssel zum Schaltkasten des Fahrstuhls haben. Wir können sie überreden uns gelegentlich nach oben fahren zu lassen, zumal Olaf seinen Zigarettenbedarf bei ihnen deckt. An einer bestimmten Etage fängt die Kiste jedesmal an zu quitschen und zu rattern, aber egal, Hauptsache er bewegt sich nach oben.

Blick vom Balkon unserer Unterkunft in Maputo 6.Etage Rue Josina Machel

Unterwegs im Maputoer Vorort Matola Eine Bar in Matola wo wir oft auf jemanden gewartet haben
Ein Ausflug führt uns an den städtischen Strand Costa do Sol. An einer Haltestelle warten wir auf ein Chapa. Das sind Kleinstbusse mit ca. 10 Plätzen. Im allgemeinen passen so an die 20 Leute rein. Ein vollbesetztes Chapa gibt es nicht. Da wir aber alle Vier gleichzeitig weg wollen, erscheinen uns die Restplätze der vobeifahrenden Chapas nicht ganz ausreichend. So stehen wir herum und machen unsere Witze über die Personenförderung in südlichen Ländern. Neben uns wartet auch ein schwarze Frau mit Kind. Nach einer ganzen Weile sagt sie “Ja, die Chapas noch Costa do sol sind immer so voll”. Irgendwann klappt es aber doch und wir kommen weg. Draußen angekommen laufen wir die Strandpromenade entlang und gehen in ein großes Restaurant essen. Ein Kellner wird auf uns aufmerksam und stellt sich als DDR-Mocambiquaner vor. Sein Name ist natürlich Antonio. Südlich von Maputo gibt oder gab es einen Park das “Reserva de Maputo” oder auch “Maputo Elephant Reserve”. Hier soll einmal ein großer Nationalpark entstehen. Auf unsere Nachfrage in einem Reisebüro in Maputo erklärte man uns, dass zur Zeit keine Touren dorthin angeboten werden, da der Park ofiziell geschlossen ist. Einer der häufigsten KFZ-Typen sind Pick-Ups. Es müsste doch jemand zu finden sein, der uns unter dem Preis der ofiziellen Vermieter mit seinen eigenen Pick-Up einen Tag lang z. Bsp. dahin fährt. Und siehe, Kellner Antonio hat einen Schwager, der so ein Auto hat. Er sagt zu sich zu erkundigen. An einem der nächsten Tage treffen wir uns wieder und vereinbaren einen Termin für unsere Privatsafari. Das wird aber erst in ca. 2 Wochen sein, da wir zuerst nach Zavala und Inhambane reisen wollen.

In den nächsten Tagen fahren wir mehrmals mit dem Bus in den Vorort Matola um dort Bekannte zu treffen. Zu diesem Zweck haben wir uns in einer Bar verabredet. Oft müssen wir uns in Geduld üben bis der Andere endlich eintrifft. Diese Einstellung ist uns oft begegnet und wird von Antonio so interpretiert: Wenn wir uns für 11.00 Uhr verabreden heißt das “ab 11 Uhr”, und daraus kann auch schon mal 12.00 oder 13.00 Uhr oder noch später werden. Für uns aber, die wir jeden Urlaubstag irgendwie verplant haben, ist das weniger angenehm. Wir besuchen in Maputo das Naturkundemuseum und gehen in ein Chinesisches Restaurant essen. Beim Studium des Reiseführers erfahren wir, dass die Gegend um den Mercdao Central (Zentralmarkt) ein heißes Pflaster ist. Davon haben wir bei unseren Spaziergängen allerdings nichts bemerkt. In diesem Viertel ist Olaf oft mit vorgehaltener Videokamera den Fußweg entlanggelaufen, sehr zum Gaudi der Passanten. Im Zentralmarkt kaufen wir Lebensmittel mit Antonio Mg., die er so in Zavala nicht bekommt.

am Bus nach Inhambane

Am Tag der Abfahrt nach Zavala müssen wir früh los und fahren mit dem Stadtbus raus zum Busplatz, von wo die Überlandbusse abfahren. Bereits gegen 7.00 Uhr sind wir vor Ort. Es sind auch schon ein paar Leute und Busse da. Für uns scheint aber noch nicht das Passende dabei zu sein. Aus unerfindlichen Gründen warten wir ein-zwei Stunden, bis Antonio der Meinung ist, dass wir uns in einem bestimmten Bus um ein Platz kümmern könnten. Inzwischen ist die Menschenmenge auf dem Busplatz erheblich angewachsen und auch der Verkehr erreicht Rush-hour-Quantität. In einem geeigneten Bus können wir das Gepäck verstauen und für uns 5 Personen die hinterste Sitzbank belegen. Es geht aber noch lange nicht los. Fliegende Händler umkreisen die Busse und bieten alle möglichen Lebendmittel an. Nach endloser Warterei ist der Bus endlich ausreichend besetzt und es kann losgehen. Als letztes wird noch ein komplettes Busrad auf den Gang bugsiert. Dann geht es endlich los. Wir sind aber nicht nicht richtig aus Maputo raus, da fährt der Fahrer links ran. Das große Rad wird wieder ausgeladen und auch wir können uns die Beine vertreten. Der Fahrer und seine Helfer machen sich an den Radwechsel, der scheinbar schon vor der Fahrt geplant war. Wie wir mitbekommen ist aber das zutage tretende innere Rad der Zillingsbereifung noch verschlissenener als der zur Erneuerung vorgesehene äußere Reifen und so wird eben erst mal das innere Rad ersetzt. Während der Fahrt dröhnt die neueste Mucke aus den Lautsprechern. Mit uns reist auch eine Gruppe junger Leute Richtung Inhambane, die sich die lange Reise mit Wein aus dem Tetra-Pack und anderen kleinen Flaschen etwas kurzweiliger gestalten. Abwechselnd wird auf dem Gang in bester südländischer Manier getanzt oder es werden mosambikanische Sauflieder gesungen. Antonio, der dazu schmunzelt wird ständig von uns bedrängt zu übersetzen. Aber er wehrt zunächst mit der Begründung “das darf man nicht sagen” ab, rückt dann aber doch mit der Sprache heraus. So handelt ein Lied davon, dass einer gestorben ist, aber niemand trauert, sondern alle feiern da er nie einen ausgegeben hat. In diesem Sinne geht es die ganze Fahrt weiter. Wir erwarten, dass in Anbetracht des Alkoholkonsums und der Hitze die wilde Party bald einem allgemeinen Schnarchen weichen wird. Aber nichts dergleichen passiert. Mit kurzen Unterbrechungen wird auf der ganzen Strecke (ca. 350 km / 5 Stunden) gesungen und getanzt. Der Tophit des Jahres 2001 ist Brenda Fassies “vu lindlea”. In Xai Xai zeigt uns Antonio die Spuren des großen Hochwassers von 2000, das unter anderem die Brücke über den Elefantes zerstört hatte. Mittlerweile ist aber die neue Brücke dieser wichtigen Nord-Süd-Verbindung widerhergestellt. Nach der Ankunft in Quissico/Zavala legt Dagmar fest, daß zuerst ein Pick-up organisiert werden muß, um uns und die noch zu erwerbenden Sachen zu Antonios Dorf zu transportieren. Antonio findet einen Bekannten mit Fahrzeug, der sich bereit erklärt uns zu kutschieren. Wir kaufen zwei Säcke Reis und einige andere Dinge in einem Geschäft, das mich an die Kaufhöhle der “Dinos” erinnert und dessen Verkäufer natürlich deutsch spricht. Dann geht es auf der mittlerweile gut besetzten Ladefläche des Toyota zu Antonios Dorf. Auf dem Weg dahin geht es über Sandpfade durch den Busch. Oft müssen wir uns vor tiefhängenden Ästen ducken, die über uns hinweg fegen. Antonio warnt Olaf davor mit dem Spruch: “Olaf sei vorsichtig bei den Ästen, nicht dass du hinterher vorsichtig bist.” Antonios Hof ist ein Stück Bilderbuchafrika. Drei strohgedeckte Rundhütten auf einem immer sauber gefegten Platz unter Kokospalmen und Orangenbäumen.

Bei Antonio Muguande

Nach der Begrüßung fragt uns Antonio ob wir zuerst den mit Hilfe aus Plauen gebauten Wasserbehälter oder seinen Vater beim Schnapsbrennen besuchen wollen. Na, der Wasserbehälter wird schon nicht ausreißen. Mit dem Schnapsbrennen verhält es sich nämlich so: Zuerst werden geeignete Früchte zu Wein vergoren. Im diesem Fall waren es Oliven. Es ist allerdings eine sehr süße Sorte welche am ehesten mit Kirschen zu vergleichen ist. Die Früchte werden in einen großen irdenen Ballon gegeben und offen stehen gelassenen. Bei Temperaturen von 30° C und unter Mitwirkung der anhaftenden Naturhefen entsteht daraus nach wenigen Tagen ein Fruchtwein. Wenn die Alkoholkonzentration erhöht werden soll, wird der Ballon oben verschlossen und darunter ein Feuer gemacht. Die austretenden Dämpfe werden durch ein nur kurzes, wassergekühltes Kupferrohr abgeleitet und das am Ende abtropfende Destillat in einem kleinem Glasballon aufgefangen. Danach besichtigen wir den Wasserbehälter. Es ist eine ca. 3m x 3m x 3m große Betonzisterne, die zu 2/3 eingegraben ist. Das Wasser kommt von einem Wellblechdach und reicht bei kompletter Füllung bis zu zwei Jahren. Nach dem Abendessen verkosten wir Palmwein und andere Getränke. Antonio fragt ob wir auch Kaschu-Getränk probieren wollen. Da wir Interesse haben, schickt er seinen alten Vater um etwas aus der Nachbarschaft zu holen. Nach Einbruch der Dunkelheit erkundigen wir uns nach seinem Verbleib. “Nein, der kommt heute nicht zurück, morgen vielleicht” ist die uns in Erstaunen versetzende Antwort. Tatsächlich kam er am nächsten Tag, leicht angeheitert und etwas früher als geplant, da er einen Teil des Weges von einem Auto mitgenommen wurde. Später sitzen wir bei Petroleumlicht und erzählen. Da erklingt aus der Ferne ein Trommeln nebst Gesang – Tribal Dance. Auf unsere Frage was da vor sich geht, antwortet Antonio “Das ist Kirche”, will heißen, da wird einer höheren Macht gehuldigt. Wir haben nicht übel Lust es uns aus der Nähe anzusehen. Da es aber unser und Antonios erster Tag in Zavala ist, verschieben wir das Ganze auf später. Ohne ortskundigen Führer loszuziehen kommt nicht in Frage, da es stockfinster ist und unsere Lichter im Busch nur ca. 20 m weit zu sehen sind. Leider sollte sich keine derartige Gelegenheit wieder ergeben.

Unsere Gastgeber in Quissico, Familie Antonio Muguande

Die Familien, die in der Gegend leben bauen ihre Grundnahrungsmittel weitestgehend selbst an. Uns wird erklärt, dass die Erdnussernte am wichtigsten ist. Weiterhin gibt es Kokosnüsse, Papayas, Mangos, Orangen, Süßkartoffeln, Oliven, Ananas, Bananen und anderes mehr. An einem der nächsten Tage gehen wir wir füh zeitig los, um den wenige hundert Meter entfernt wohnenden Pick-Up-Fahrer zu besuchen da wir ihn für eine weitere Tour anheuern wollen. Auf halber Strecke treffen zwei etwas heruntergekommen aussehende Typen in den Büschen. Nach kurzer Begrüßung und Erklärung durch Antonio bieten sie uns Schnaps aus der mitgebrachten Flasche an. Sie sagen “Wir trinken jetzt einen auf unsere Freundschaft. Erzählt wenn ihr zu Hause seid, dass wir hier viel Freundschaft machen”. Wir vermuten, sie haben die Absicht die Weißen einmal richtig “blau” zu machen. Aber schon nach kurzer Zeit ist ihr Vorrat zu Ende. Auch ein schnell herbeigeschaffter zweiter Behälter mit etwas Wein ist bald geleert. Etwas enttäuscht dreinblickend verabschieden sie sich von uns und verschwinden wieder in den Büschen. Beim Autobesitzer vereinbaren wir zwei weitere Touren. Zum einem will Dagmar einen afrikanische Gottesdienst besuchen und dann wollen wir noch einen Ausflug zum einige Kilometer entfernten Strand unternehmen. Vorerst machen wir eine Wanderung zu einem der Küste vorgelagerten See ganz in der Nähe. Auf der Karte sieht das gar nicht so weit aus, und von einer Anhöhe kann man den See schon sehen, geschätzte Marschzeit 0,5 Stunden. Das stellt sich aber als Irrtum heraus, wir brauchen fast das vierfache dieser Zeit. Es ist windstill an mächtig heiß. Jeder Baum am Weg wird so schnell wie möglich angesteuert, um dann langsam den angenehmen Schatten zu passieren. Der Weg führt bei Antonios Schwiegermutter vorbei, wo es viele schattige Bäume und frischgeerntete Kokosnüsse gibt. Nach dem Bad im See machen wir uns auf den Rückweg. Unterwegs treffen wir einen jungen Mann in einem frischgestärkten hellblauen Hemd. Das Auffälligste ist jedoch sein reinweißer Bauhelm, der in sehr wichtig wirken lässt. Er schließt sich uns an und wandert mit bis zu Antonio. Ich glaube zunächst, dass es sich um den Mitarbeiter einer amtlichen Stelle handelt. Es ist aber sein Neffe Elario der in überhaupt keinem Amt arbeitet, sondern zur Zeit arbeitslos ist. Was den den Bauhelm betrifft, erklärt Antonio, dass viele Leute so etwas tragen weil es bei der Hitze einfach angenehmer ist. Wenn Antonio das Geld für einen Sack Zement zusammen hat, stellt Elario mittels einer einfachen Holzform und des reichlich vorhandenen Sandes Steine her. Wenn einmal genügend Steine da sind, soll daraus ein Steinhaus werden. Auf ähnliche Weise ist auch der bereits beschriebene Wasserbehälter entstanden.

Tankstopp in Zavala/Quissico Auf der Steilküste

Mit dem gecharterten Pick-Up machen wir unsere geplanten Ausflüge. Wir erklimmen mit fast 20 Personen auf der Ladefäche die Steilküste und gehen die letzten Meter zu Fuß zum Strand hinunter wo wir soweit das Auge reicht die einzigen Gäste sind. Auf Dagmars besonderen Wunsch besuchen wir am Sonntag eine afrikanische Kirche. Das erste Gebäude welches wir erreichen, ist aber leer da der Pfarrer zu einer Bestattung mußte. Ein paar Kilometer weiter finden wir dann ein gut gefülltes Gotteshaus. Die Predigt hat bereits begonnen und wir schleichen uns auf einen freien Platz. Die Kirche ist ein mit Palmwedeln gedeckte Hütte von ca. 5 x 10 Metern, vorne ist ein Podest auf dem ein Tisch steht. Auf dem Tisch stehen Blumensträuße in abgeschnittenen Getränkedosen und ein Mann und eine Frau sitzen daran. Der Mann trägt Gummistiefel. Auf der linken Seite des Gebäudes stehen Holzbänke, an denen die Männer sitzen. Die Frauen und Kinder sitzen auf Bastmatten auf der rechten Seite. Vom Wortlaut der Predigt bekommen wir allerdings nichts mit. Musikalische Einlagen erinnern etwas an den amerikanischen Gospel. Zwischendurch wird immer mal geklatscht und getanzt. Plötzlich wird es interessant. Obwohl wir kein Wort verstehen, merken wir, dass die Sprache auf uns gekommen ist. Der Pfarrer richtet seine Worte in unsere Richtung und Antonio wird auf seinem Sitz immer kleiner, muß dann aber wieder einmal übersetzen. Natürlich fallen wir auf, in der Kirche die vielleicht seit der Missionierung noch keinen Weißen gesehen hat. Deshalb werden wir gebeten über den Grund unseres Besuches und unsere Eindrücke zu berichten. Es ist an Olaf sich eine gescheit klingende Rede einfallen zu lassen, was ihm ganz gut gelingt. Der Pfarrer bedankt sich anschließend bei dem Herrn, der uns zu ihnen geführt hat. Unsere Gabe in die Kollekte enstpricht etwa dem Gegenwert von einer Mark, worauf Antonio erklärt, dass das unüblich und viel zu hoch sei. Nach dem Ende des Gottesdienstes gibt es eine herzliche Verabschiedung und wie haben viele Hände zu schütteln.

Noch einmal unternehmen wir einen Fußmarsch, diesmal in den ca. 5 km entfernten Hauptort Zavala. Wir besuchen den Markt, gehen in eine Bar und machen uns auf den Rückweg. Wieder einmal fallen wir auf. Diesmal sind es unsere Gastgeber, die darüber verwundert sind, dass Weiße so weit laufen können. Die meisten Weißen, die man im Ort zu sehen bekommt, sitzen in einem Jeep und rauschen schnell vorbei. Die Sprache in dieser Gegend ist ein Bantu-Dialekt namens Machope. Das Nachplappern einiger einfacher Worte löst große Heiterkeit bei unseren Gastgebern aus.

Warten auf den Bus in Quissico Haupstraße in Quissico

Am Tag unserer Abreise lassen wir uns überpünktlich nach Quissico an die Bushaltestelle fahren. Wir hätten es aber ruhiger angehen können, denn bis zur Abfahrt bzw. erstmal Ankunft des Busses vergehen ein paar Stunden. In Inhanbame angekommen, steigen wir an der Markthalle aus. Es ist wieder einmal Regenzeit, im Großen wie im Kleinen. Wir wollen zum Pachica Backpacker. Die Adresse wissen wir, einen Stadtplan haben wir, also werden die Angebote der Taxifaher abgelehnt und wir machen uns zu Fuß auf den Weg. Unterwegs treffen wir eine junge (schwarze) Frau, die das gleiche Ziel wie wir hat, da sie im Pachica arbeitet. Der Backpacker ist eine Villa an der Uferpromenade. Im Garten hinter dem Haus befindet sich eine überdachte Bar. Ich lerne Daniel kennen. Er war früher einmal in der DDR und spricht deutsch. Mit ihm spiele ich Dart und mit einem weißen Südafrikaner ein mir unbekanntes Kartenspiel.

Bucht von Inhambane / Maxixe

Um in das 20 km entfernte Praia Tofo zu fahren, gehen wir zum Abfahrtsplatz der Sammeltaxis (Chapas). Anders als in Maputo sind das hier keine Kleinstbusse sondern offene Pick-Ups. Für 200.000 Meticais könnten wir sofort losfahren. Das entspricht den Einahmen für ein vollbesetztes Chapa. Wir möchten aber zum Normaltarif fahren, und müssen warten bis ausreichend Fahrgäste zugestiegen sind. Das ist der Fall wenn die hintere Stoßstange auf dem Boden schleift. Dann stehen etwa 20 Personen auf der Ladefäche, wer Glück hat, sitzt auf der Bordwand. Die Enge auf der Ladefläche hat einen wichtigen Vorteil. Obwohl es ausser dem Nebemann nichts zum festhalten gibt, kann man in Kurven nicht umfallen. Unterwegs kommen uns oft Kinder entgegen. Zunächst teilnahmslos vobeiblickend, bleiben sie dann mit offenem Mund stehen. Der Anblick überladener Chapas ist ihnen nichts Neues. Doch vier Weiße inmitten dieser Fuhre versetzten sie in Erstaunen. Plötzlich verlangsamt sich die Fahrt. Aus dem Schatten eines Straßenbaumes sind zwei uniformierte Damen herausgetreten und winken das Fahrzeug zu sich heran. Das muntere Geplapper auf der Ladefläche verstummt schlagartig und auch wir unterlassen unsere dummen Witze. Der Fahrer muß verschiedene Papiere vorweisen und die Beleuchtungsanlage wird inspiziert. Danach darf die Fahrt fortgestzt werden. In Praia do Tofo suchen wir uns eine Unterkunft. Zuerst kommen wir zum bamboozi Backpacker , der Schlafraum ist ein herrlicher Pfahlbau hinter den Dünen und es gibt eine Bar auf den Dünen mit Meerblick. Wir gehen den Strand zurück und quartieren uns in Mordinos BP (weil es billiger ist) ein. Mordino hat einen Kalfaktor namens Peter. Peter ist Tscheche und spricht ein ganz klein wenig deutsch sowie ein schreckliches Englisch. Besonders nach ein paar Bier kann man ihn kaum noch verstehen, außer das jedes zweite Wort “fuck” ist. Praia do Tofo ist ein kleines Nest am Strand. Es gibt Fischer, ein Hotel, drei Backpacker einen Tauchclub, zwei Restaurants einen Lebensmittelladen und Dinos Beach Bar. Aus Palmen gezimmert und 50m vom Wasser entfernt erfüllt sie alle karibischen Klischees. Der Inhaber eines Restaurants heißt Domingo. Er ist Angolaner, langhaarig und könnte die Reinkarnation von Bob Marley sein. Eines Tage kommt er in eine Decke gehüllt den Strand entlangetrottet und fragt mich ob wir bei ihm zu abend essen wollen. Nach Absprache bestelle ich 4 x große Fischplatte für 18.00 Uhr. Bevor es am Abend mit dem Essen losgeht bittet Domingo uns nach seiner Stereoanlage zu sehen. Ein Lautsprecher macht Probleme. Ich stelle fest, dass ein Kabel nicht richtig angeklemmt ist, und kann den Fehler mit einem Küchenmesser schnell beheben. Daraufhin ist der des Lobes voll, und meint dass Deutsche sich gut mit Technik auskennen.

Dinos Bar am Strand von Praia do Tofo

Ein Spaziergang führt uns menschenleeren Strand nordwärts zum Ponta da Barra. Dort soll es ein tolles Riff geben. Auf halber Strecke entdecken wir in einem Kiefernwäldchen unmittelbar hinter den Dünen die Überreste einer geschlachteten Schildkröte. Es handelt sich um den Rückenpanzer mit einem Durchmesser von vielleicht einem Meter und ein paar Innereien. Da alles noch sehr frisch aussieht, hat sich hier vor wenigen Stunden etwas illegales abgespielt. In vielen Gebäuden haben wir große bunte Poster gesehen auf denen erklärt wird, dass Schilkröten in Mosambik geschützt sind. Wir wandern um das Kap herum und kommen zu einer größeren Freizeitsportanlage mit Tauch-, Surf-, und Segelclub. Auf den Hängen der Steilküste befinden sich viele kleinere Ferienhäuschen. Zur Clubanlage gehört ein Restaurant, in dem wir essen gehen. In einer Ecke der Gaststätte sitzt ein Weißer am PC. Da er sich ständig am Drucker zu schaffen macht, witzeln wir über seinen Tinten- und Papierverbrauch. Nach kurzer Zeit spricht er uns in bestem Berliner Dialekt an. Er ist auf Grund der Wirtschaftsbezieheungen mit der DDR hierher gekommen und versucht jetzt sein Glück im Tourismus. Für den Rückmarsch wählen wir den durch das Innere der Halbinsel führenden Weg. Zunächst fragen wir nach einer Mitfahrgelegenheit. Es verkehren aber keine öffentlichen (billigen) Verkehrsmittel da die Zufahrt eine ausschließlich mit 4×4 befahrbare Sandpiste ist. Man bietet uns an in einem Allradfahrzeug mitzufahren. Der verlangte Preis ist uns aber für die kurze Strecke zu hoch und so machen wir uns zu Fuß auf den Weg. Unmittelbar hinter der Anlage beginnt ein größeres Sumpfgelände. Von den Schlämmflächen grüßen freundlich viele Winkerkrabben. Weiter geht der Weg duch Palmenhaine, vorbei an Siedlungen der Einheimischen. Nur mit Badehose und T-Shirt bekleidet muß ich auf die meist lange Kleidung tragenden Leute irgendwie komisch wirken an und werde seltsam angesehen. Es geht immer geradaus. Im Abstand von 200 Meter folgt immer ein Berg auf eine Senke. Haben wir einen Berg erreicht tut sich vor uns wieder ein Tal auf. Von der nächsten Anhöhe aus müßte dann die Haupstraße zu sehen sein (hoffen wir). Es folgt aber wieder ein Tal auf und und in 200 Meter Entfernung begrenzt ein Hügel den Horizont. Aber von dort aus kann man die Bushaltestelle bestimmt sehen hoffen. Usw. Irgendwann ist es geschafft. Wir erreichen Barbalaza, eine Bar am Abzweig Inhambane-Tofo-Ponta da Barra. Nach einem schnellen Bier finden wir uns an der Haltestelle ein um mit dem Chapa nach Praia do Tofo zu fahren. Während Thomas ein paar Tage vor uns zurück nach Maputo fährt, spannen wir am Strand aus und besuchen ein südlich gelegenes Denkmal. Die Weiterreise führt uns mit dem Chapa zurück nach Inhabane. Wir wollen mit dem ersten Fahrzeug wegfahren, und sind schon vor Sonnenaufgang an der Haltestelle. Alles woran ich mich erinnern kann, ist dass wir wieder einmal länger gewartet haben und die Mücken uns mächtig zugesetzt haben. Auf der Rückfahrt kommen wir wieder durch Zavala. Dort findet ein Timbilerosfestival statt. Was wir aus dem fahrenden Bus mitbekommen, sieht schon mal super aus, und würden sofort bleiben – aber der Wagen der rollt. Am Nachmittag treffen wir in Maputo ein. Anders als bei der Abreise hält der Bus jetzt in der Innenstadt. Als erstes gehen wir in eine Gaststätte. Da wir des portugiesischen nicht kundig sind, bereitet uns die Speisekarte große Probleme. Die Bezeichnungen für Huhn, Fisch und Kartoffeln können wir uns gerade noch zusammenreimen,also bestellen wir – mehr oder weniger – nach Gefühl. Olaf bestellt etwas mit Kalamari im Glauben es sind Tintenfischringe, es ist aber gefüllter Tintenfischkopf.

Jetzt geht es an die Ausführung des nächsten Vorhabens, unserer Privatsafari in das Maputo Elephant Reserve. Mit Kellner-Antonio und dessen Schwager mit Pickup fahren wir Richtung Süden. Nach einen kurzen Stück auf der aphaltierten Hauptstraße geht es den größten Teil der ca. 60 km langen Strecke über Sandpisten. Wir sitzen auf der Ladefläche und bekommen eine schöne rotbraune Hautfarbe, die aber nicht wasserfest ist. Das letzte Stück Weg erweist sich als das schwierigste. Bis zu einem halben Meter tief sind Rinnen vom Regen ausgespült. Aber in Afrika ist keine Straße so schlecht, dass es nicht doch irgendwie zu schaffen wäre. Bemerkenswert ist der Respekt der einheimischen Fahrer vor Pfützen. Auf den übelsten Pisten wird oft langgebrettert, was das Zeug hält, Pfützen werden stets in langsamer Schrittgeschwindigkeit durchfahren. Am Eingangstor des Parkes, werden wir von zwei uniformierten Herren begrüßt. Ein Office ist auch da und zwei Elefantenschädel auf einem Sockel verkünden um was es in diesem Park geht. Wir löhnen die Eintrittsgelder und dürfen in Begleitung eines Uniformierten, der sich mit seiner MPi zu uns auf die Ladefläche schwingt, weiterfahren. Nach wenigen Metern kommt es zum ersten Problem. Der Weg führt duch sumpfiges Gelände. Ein paar quer liegende Äste sollen wohl die Durchfahrt ermöglichen. Mit eingelegtem Allrad und Differentialsperre klettert der Wagen auch darüber. Es geht noch ein paar Kilometer weiter durch Buschwerk und freies Gelände. Als wir an eine gößere Ebene gelangen, bietet sich uns ein herrlicher Blick aber es wird auch klar, dass unser toller Ausflug hier endet. Der Weg ist überflutet und dieses mal ist an eine Weiterfahrt nicht zu denken. Wir stehen ein wenig in der Gegend herum und diskutieren ob es eine andere Strecke durch den Park gibt. Es gibt sie nicht und wir kehren wieder um. Ein wenig verstimmt sind wir, weil man uns am Eingang nicht darauf hingewiesen hat, dass schon nach wenigen Kilometern Schluss ist. Als wir wieder am Tor ankommen wird von unserer Seite eine Diskussion angefangen, mit dem Ziel etwas vom Eintrittsgeld zurückzubekommen. Dass es keine Garantie für Tierbeobachtungen gibt ist uns schon klar (Während der ganzen Aktion war praktisch nichts zu sehen) aber der Zustand der Wege müsste schon bekannt sein. Am Ende wird uns irgend etwas auf der Quittung bescheinigt, das wir in Maputo an höherer Stelle ja vorbringen können. Wie wir uns später übersetzen lassen, steht dort: “es gab keine Elefanten zu sehen”. Die Vorsprache an höherer Stelle schenken wir uns. Abends kommen wir wieder in Maputo an. Zunächst muß getankt werden. Die Tankstelle wird wie alle Einrichtungen wo es etwas zu holen gibt (kleinere und größere Läden, Privathäuser, Banken sowieso ), von einem privaten Sicherheitsdienst. bewacht. Ein solch phantasievoll Uniformierter nähert sich dem Auto mit den vier nicht mehr ganz Weißen auf der Ladefläche. Er muß uns wohl schon eine Weile zugehört haben, denn seine Begrüßung lautet “Ah, hallo deutsche Familie”. Die Unterhaltung führt dann sofort zu der Frage wor er in Deutschland / DDR gearbeitet hat. Darauf bekommen wir zu hören “Ich war nicht in der DDR, ich habe hier in der Schule deutsch gelernt, ährlich.” Das letzte Wort hätte ein Dresdner nicht sächsicher ausprechen können. Wir erfahren später dass er in Pirna war. Unsere afrikanischen Freunde tauschen ihre DDR-Erfahrungen aus und bedienen sich dabei der deutschen Sprache: “Wo kommst du denn her?” “Aus Thüringen” “Ich komme aus Sachsen”.
Ende Gelände Ich will mein Geld zurück Bahnhof Komatipoort vor der Rückfahrt nach Johannesburg

Der Tag unserer Abreise aus Maputo ist gekommen. Mit einem Chapa fahren wir nach Komatipoort/SA. In Komatipoort gehen wir zum Bahnhof um Zugfahrkarten für die Weiterfahrt bis Johannesburg zu kaufen. Fahrkartenkauf in Afrika hat seine eigenen Regeln. Der Schalter öffnet erst zwei Stunden vor Abfahrt des Zuges. Überpünktliches Erscheinen wie in unserem Fall bringt also keineVorteile. In der Zwischenzeit gehen wir zu einem nahegelegenen Imbiss. Das Verkaufsgebäude ist ein Betonklotz mit einem großen vergitterten Fenster. Die Zwischenräume sind allerdings so groß, dass Hamburger und Coladosen hindurchpassen. Der Verkäufer scheint uns aber nicht so recht zu verstehen. Vielleicht liegt es daran, dass aus einer mannshohen Lautsprecherbox hinter ihm Bob Marlay in voller Lautstärke singt. Ein Dreh am Lautstärkeregler wirkt in diesem Fall wunder. Wir versuchen ein zweites Mal Fahrkarten zu kaufen. Der Schalter ist offen und wir reihen uns ein. Da wir die Nacht hindurch mit dem Zug fahren, wollen wir Schlafwagen, 2. Klasse reisen. Als wir an der Reihe kommen sind plötzlich keine 2. Klasse Schlafwagenkarten mehr da. Also reisen wir 1. Klasse zumal die Mehrkosten gering sind und es im Vergleich zur deutschen Bahn immer noch sehr günstig ist. Als es nach einigen Stunden dunkel wird begeben wir uns zur Nachtruhe. Ich werde hin und wieder wach und bemerke, dass der Zug recht oft steht. Wie wir später von Olaf erfahren hat ein Schaffner sich für die Verzögerung entschuldigt, da die Oberleitung weg wäre und erst eine andere Lok herangeholt werden mußte. Mit einigen Stunden Verspätung aber immer noch rechtzeitig zum Rückflug kommen wir in Johannesburg an. Da noch genügend Zeit ist, geben wir unser Gepäck am Bahnhof ab und erkunden die Innenstadt. Wir fahren zur Aussichtsetage in der 50. Etage Carlton-Centers um Johannesburg von oben zu betrachten. In den Straßenschluchten der City fallen uns an jeder Ecke bunt uniformierte Sicherheitsbeamte auf, die auf einem Podest stehen. Wir wiederum fallen einem Sicherheitsbeamten auf. Er erklärt uns, dass dieses Viertel von seiner Firma bewacht wird und wir uns hier sicher fühlen können “it’s safe”. Wir wechseln die Straßenseite in das angrenzende Viertel und sofort nimmt sich ein andersfarbig uniformierter uns vier orientierungslosen Weißen an. Wir sollen doch sagen wohin wollen und wir werden sicher dorthin geleitet. Uns fällt ein, dass wir uns noch eine Flugbestätigung benötigen und geben ein Reisebüro als Ziel an. Als das erledigt ist, bedanken wir uns und gehen weiter. An der nächsten Ecke werden wir aber schon wieder in Empfang genommen. Vermutlich wurde über Funk durchgeben in welche Richtung wir unterwegs sind. Diese für uns übertrieben wirkende Besorgnis um Touristen hat ihre Ursache sicherlich im schlechten Ruf von Johannesburg als Hochburg der Kriminalitat. In den Einkaufsstraßen der City falle uns Rasta-Typen auf, die an ihren Ständen grün-gelb-rote Fanartikel und Naturalien verkaufen. Mit dem Sammeltaxi geht es dann zum Flughafen und über Mailand nach Nürnberg.

17:34 25.08.2004